Tutorial26. Juli 2026· Stand: August 2026

E-Mails automatisch importieren

Admin · ~6 Minuten

Eingangsrechnungen per E-Mail manuell herunterzuladen und einzeln hochzuladen kostet täglich Zeit — und jede vergessene Dateianlage ist ein Beleg, der zu spät in der Buchhaltung landet. LirAI Next prüft Ihr IMAP-Postfach automatisch auf neue Rechnungen und importiert erkannte Anhänge direkt in Ihre Dokumentliste. Dieses Tutorial zeigt, wie Sie den E-Mail-Import einmalig einrichten.

Voraussetzungen

  • Rolle „Admin” der Company
  • IMAP-Zugang zu einem E-Mail-Postfach (Hostname, Port, Benutzername, Passwort)
  • Das Postfach ist erreichbar (kein SMTP-Only-Account)

Schritt für Schritt

1. Mail-Import-Einstellungen öffnen

Navigieren Sie im linken Seitenmenü zu Einstellungen, dort zum Reiter „Integrationen” und zum Abschnitt „E-Mail-Import (IMAP)”.

Screenshot: Einstellungen, Reiter „Integrationen", Abschnitt E-Mail-Import (IMAP)

2. Neues IMAP-Konto verbinden

Klicken Sie auf „Konto hinzufügen”. Es öffnet sich das IMAP-Konfigurationsformular. Füllen Sie die Felder aus:

FeldInhalt
IMAP-Hostz. B. imap.example.com
Port993 (SSL/TLS)
BenutzernameIhre vollständige E-Mail-Adresse
PasswortDas IMAP-Passwort des Postfachs

Hinweis: LirAI Next verbindet sich ausschließlich über SSL/TLS (Port 993). Unverschlüsseltes IMAP oder STARTTLS (Port 143) werden nicht unterstützt.

Sicherheitshinweis: Gespeicherte IMAP-Passwörter werden im Ruhezustand mit AES-256-GCM verschlüsselt. LirAI Next verwendet Ihr Passwort ausschließlich für den IMAP-Abruf.

Screenshot: IMAP-Konfigurationsformular mit Host, Port, Benutzername und Passwort

Klicken Sie auf „Verbindung testen” — LirAI Next stellt eine Testverbindung her. Bei Erfolg erscheint eine grüne Bestätigung.

3. Ordner konfigurieren

Nach erfolgreicher Verbindung wählen Sie den Posteingangsordner, den LirAI Next überwachen soll. Standardmäßig ist INBOX vorausgewählt.

Tipp: Nutzen Sie einen dedizierten Ordner (z. B. LirAI-Import), wenn Sie nur bestimmte E-Mails importieren möchten. Richten Sie dafür in Ihrem E-Mail-Client eine Weiterleitungsregel ein.

Legen Sie außerdem fest, was nach dem Import mit einer E-Mail geschehen soll:

  • Als gelesen markieren (empfohlen)
  • In Archiv-Ordner verschieben

4. Abruf-Intervall wählen und automatischen Import aktivieren

Wählen Sie das Abruf-Intervall, in dem LirAI Next das Postfach prüft: 15 Minuten, 30 Minuten, 60 Minuten (Standard), 12 Stunden oder 24 Stunden.

Klicken Sie auf „Speichern”. Das Konto erscheint danach aktiv in der Kontenliste — erkennbar an der verfügbaren Aktion „Pausieren” (statt „Aktivieren”).

Screenshot: Konto in der Kontenliste nach dem Speichern, Status aktiv, Abrufintervall „Stündlich", Aktion „Pausieren" verfügbar

LirAI Next prüft das Postfach ab sofort im gewählten Intervall auf neue E-Mails. Erkannte PDF- und XML-Anhänge werden automatisch als Dokumente importiert und die Extraction Cascade gestartet.

5. Import-Ergebnis prüfen

Wechseln Sie zur Dokumentübersicht. Das neu importierte Dokument erscheint dort wie jedes andere Dokument, zunächst kurz mit Status „Extraktion läuft” und danach mit Status „Rechnungen” (Posteingang) oder „Zu besprechen” (technisch: processinginbox/todiscuss) — analog zum manuellen Upload (siehe Erste Schritte). Die Dokumentliste zeigt keine separate Kennzeichnung „per E-Mail importiert” — Sie erkennen ein E-Mail-Dokument an Inhalt/Absender, nicht an einem Badge.

Detail-Ansicht eines per E-Mail importierten Dokuments mit extrahierten Feldern wie Rechnungsnummer, Betrag und Fälligkeitsdatum — das Dokument liegt im Status „Rechnungen" bereit

PDF-Belegansicht des importierten Dokuments — zeigt das Originaldokument neben den automatisch extrahierten Feldern, bereit zur Prüfung und Freigabe

Gut zu wissen

  • Nur Anhänge werden importiert — der E-Mail-Text selbst wird nicht verarbeitet.
  • Unterstützte Formate: ausschließlich PDF und XML (z. B. XRechnung). Andere Anhangstypen — auch Bildformate wie JPG oder PNG — werden beim E-Mail-Import stillschweigend ignoriert. Für Bilddokumente nutzen Sie stattdessen den manuellen Web-Upload (siehe Erste Schritte).
  • Erkennung nach Dateiinhalt: LirAI Next erkennt PDF- und XML-Anhänge direkt an ihrem Inhalt (Dateisignatur) — unabhängig davon, welchen (ggf. unspezifischen oder fehlenden) Dateityp der sendende Mailserver deklariert. Auch eine als E-Mail weitergeleitete Rechnung wird erkannt, wenn das Original als eingebettete Nachricht mitgeschickt wurde.
  • Mehrere Konten: Sie können mehrere IMAP-Konten verbinden (z. B. je ein Konto pro Abteilung).
  • Fehlerprotokoll: Im Abschnitt „E-Mail-Import (IMAP)” lässt sich pro Konto ein „Protokoll”-Bereich aufklappen; dort sehen Sie fehlgeschlagene Abrufversuche mit der rohen Fehlermeldung des Mailservers. Häufige Ursachen dahinter: abgelaufenes Passwort, IMAP beim Provider deaktiviert, oder eine 2-FA-Anforderung des Providers (in diesem Fall ein App-Passwort verwenden).
  • Automatische Warnung bei Ausfall: Schlägt der Abruf eines Postfachs dreimal in Folge fehl, benachrichtigt LirAI Next automatisch alle Administratoren des Unternehmens (Glocke und Push, mit Link direkt zu den Mail-Einstellungen) — Sie müssen also nicht aktiv nachsehen. Ein erfolgreicher Abruf setzt den Zähler zurück.
  • Datenschutz: LirAI Next greift ausschließlich auf den konfigurierten Ordner zu — kein Zugriff auf andere Ordner oder Kontakte.

Nächste Schritte

Zusammenfassung

Sie haben den automatischen E-Mail-Import eingerichtet: IMAP-Verbindung getestet, Ordner konfiguriert und das Abruf-Intervall festgelegt. LirAI Next übernimmt ab sofort das Abholen und Importieren eingehender Rechnungen — jede erkannte PDF- oder XML-Datei landet automatisch in Ihrer Dokumentliste, bereit zur Prüfung. Was früher manuelle Downloads und einzelne Uploads waren, geschieht jetzt im Hintergrund, ohne dass jemand etwas anklicken muss.

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